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Feldforschung und Ausstellung zur Arbeitsmigration in Hall und Umgebung (1960er Jahre bis heute)

 

In Kooperation mit Priv.-Doz. Mag. Dr. Dirk Rupnow, Institut für Zeitgeschichte/Universität Innsbruck, wird derzeit an genanntem Projekt gearbeitet. Weitere Kooperationspartner sind die BHAK/BHAS Hall, die Hauptschule Rum sowie Stadtarchiv und Stadtmuseum Hall i.T. und das Gemeindemuseum Absam.

Migration ist zu einem der zentralen gesellschaftlichen Themen geworden. Dass Österreich eine Migrationsgesellschaft ist, muss bei nüchternem Blick außer Frage stehen, ist in der politischen Debatte aber immer noch umstritten. Doch was bedeutet das für die Inhalte und die Darstellung der Geschichte der Zweiten Republik? Migrant/innen bringen ganz unterschiedliche Erfahrungen, historische Erinnerungen und Geschichten mit, die im herkömmlichen Geschichtsbild nicht berücksichtigt, vielmehr geradezu verdrängt werden. Vor allem auch die Geschichte der Migration selbst ist in der Öffentlichkeit bislang nicht sichtbar.

Im Rahmen des Projekts soll die Geschichte der Migrant/innen und der (Arbeits-)Migration nach Hall und Umgebung seit den 1960er Jahren recherchiert und mit Hilfe einer Ausstellung sichtbar gemacht werden. Drei unterschiedliche lokale Schulen arbeiten dabei mit regionalen Museen und dem Stadtarchiv Hall unter Leitung des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck zusammen. Aufbauend auf Fragestellungen und Recherchen der Schüler/innen wird gemeinsam mit diesen eine mobile Ausstellung konzipiert und gestaltet. Schüler/innen der beteiligten Schulen werden in den gesamten Forschungs- und Gestaltungsprozess integriert. Mit ihren Erfahrungen und ihrem Alltagswissen werden sie als Expert/innen für das Thema begriffen.

Die mobile Ausstellung wird im Anschluss an das Projekt als ein fixer Bestandteil in das derzeit in Umgestaltung begriffene Stadtmuseum Hall aufgenommen werden, wobei eine zukünftige Erweiterung und Ergänzung durch weitere schulische Projekte konzeptionell ausdrücklich mitgedacht ist. Mit dem Projekt soll zugleich auch eine nachhaltige und langfristige Partnerschaft zwischen den einzelnen Kooperationspartnern begründet werden. Gerade eine enge Zusammenarbeit der lokalen Schulen mit den regionalen Museen kann für alle Beteiligten eine große Bereicherung darstellen und auch zukünftigen Schüler/innen neue Perspektiven eröffnen.

Nähere Informationen finden Sie hier.

 

Schulerhalter des Gymnasiums:
Franziskanerprovinz AUSTRIA

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