| Drucken |

Preisgekrönte VWA - Wir gratulieren unserem Maturanten (2018/19) Johannes Angerer zum 2. Platz im Fachbereich Chemie der Dr.-Hans-Riegel-Fachpreise für Tirol und Vorarlberg, die in den Fachbereichen Biologie, Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik und Physik vergeben werden.

Am 6.9.2019 fand in der Aula der Universität Innsbruck die Verleihung der Dr.-Hans-Riegel-Fachpreise für Tirol und Vorarlberg in den Bereichen Biologie, Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik und Physik statt. Dazu waren neben den Preisträgerinnen und Preisträgern auch deren Lehrpersonen und Direktorinnen und Direktoren geladen. Von den über 50 eingereichten Arbeiten wurden 14 mit einem Preis bedacht. Im Fachbereich Chemie gab es drei herausragende Arbeiten. Johannes Angerer erreichte den stolzen 2. Platz. Im Anschluss an die musikalisch untermalte Preisverleihung gab es für alle Festgäste noch einen Empfang. Im Zuge dessen gratulierte auch unser ehemaliger Landesschulinspektor Dr. Plankensteiner, der bei der Matura der Klasse 8b 2018/19 den Vorsitz hatte, Johannes noch einmal ganz persönlich zu seiner Leistung, ebenso wie seiner Betreuungslehrerin, Dr. Prowatke, sowie Herrn Direktor Sailer.

Johannes Angerer verfasste seine Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) im Maturajahrgang 2018/19 zum Thema „Aquaponik in Österreich“. Bei der Aquaponik geht es darum, mit dem Abwasser aus einer Fischzuchtanlage Gemüse zu bewässern und dieses mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Doch liefert das Fischabwasser den Tomatenpflanzen auch tatsächlich die benötigten Nährstoffe? Um das herauszufinden, verbrachte Johannes eine Woche an der Universität für Bodenkultur bei Wien. Unter Anleitung von Dr. Andreas Zitek entnahm er Wasserproben aus einer Aquaponik-Anlage und untersuchte die verschiedenen Nährstoffe, den Sauerstoffgehalt und den pH-Wert zunächst direkt vor Ort mit Freiland-Messgeräten. Anschließend erfolgten weitere, genauere Untersuchungen bis hin zur Massenspektrometrie im Labor. Wie die Messergebnisse ausgewertet werden sollten, konnte Johannes via Online-Meeting mit Dr. Zitek in Wien besprechen. Anschließend berechnete er, welche Nährstoffe aus dem Wasser im Fischtank für die damit bewässerten Tomatenpflanzen in ausreichender Menge vorhanden sind und welche noch zugegeben werden sollten, um ein optimales Pflanzenwachstum zu gewährleisten. Die exakten Berechnungen und Optimierungsvorschläge von Johannes werden nicht nur dem Betreiber der von ihm untersuchten Aquaponik-Anlage von Nutzen sein. Sie könnten auch dazu beitragen, ähnliche Anlagen in Wüstengebieten oder gar auf dem Mars aufzubauen, um dort eine Versorgung von Menschen mit Nahrungsmitteln zu ermöglichen.

Text:  Ilka Prowatke
Fotos: Andreas Zitek, Ilka Prowatke

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 11. September 2019 um 15:57 Uhr