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TeaTime4Schools - Sieben Klassen erwarben im Sparkling Science Projekt „TeaTime4Schools“ neben praktischen und theoretischen Biologiekenntnissen auch digitale Grundkompetenzen.

TeaTime4Schools - ein Citizen Science Projekt der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) - ermöglichte es über 100 Schulklassen in Österreich, Kenntnisse über den Boden, die Bodenlebewesen, den Abbau von organischem Material und den Kohlenstoffkreislauf zu gewinnen (vgl. https://www.teatime4schools.at/). Am Franziskanergymnasium Hall haben die Klassen 2a, 3a, 3c, 3d, 4b, 4c und 6b mit ihren Biologie-Lehrerinnen Johanna Leichter und Ilka Prowatke an diesem global angelegten Projekt teilgenommen.
Worum ging es bei dem Projekt? Voruntersuchungen der AGES hatten gezeigt, dass die Abbaurate von zwei verschiedenen Teesorten im Boden und dem daraus erstellten „Teebeutel-Index“ dazu geeignet ist, die Bodenfruchtbarkeit anzuzeigen. Da die Weltbevölkerung wächst, wird es in Zukunft immer wichtiger sein, Böden zu finden, die fruchtbar genug sind, um Nahrungsmittel anzubauen. Die flächendeckende Untersuchung der Böden mittels Teebeutel-Index könnte dazu beitragen.
Der Versuchsaufbau war eigentlich denkbar einfach: Die Schülerinnen und Schüler haben die Teebeutel abgewogen, im Klostergarten an drei verschiedenen Stellen vergraben (Wald, Wiese, Beet), sie nach genau drei Monaten zu Beginn des Schuljahres 2018/19 wieder ausgegraben, getrocknet, erneut gewogen und festgestellt, wie viel die Teebeutel an Masse verloren hatten. Diese Messdaten wurden ebenso wie die an den Vergrabungsorten genommenen Bodenproben an die Projektleitung bei der AGES geschickt. Diese wertet die gesammelten Ergebnisse aller Schulen aus und stellte diese in Form einer Weltkarte online. Die detaillierten Ergebnisse des Bodens im Klostergarten haben wir zugeschickt bekommen, so dass wir nun in der Lage wären, den Boden gezielt zu düngen, wenn es nötig wäre. Jedoch ist der Boden in den Beeten sehr nährstoffhaltig, so dass wir optimale Bedingungen für den Anbau von Kürbis und Co. haben.
Was haben unsere Schülerinnen und Schüler bei diesem wissenschaftlichen Projekt gelernt? Sie haben grundlegende Erkenntnisse zum Arbeiten in den Naturwissenschaften gewonnen, inklusive dessen, was bei praktischen Versuchen so alles schief gehen kann. Des Weiteren haben sie ihre eigenen Ergebnisse selbst mit einem Datenverarbeitungsprogramm ausgewertet und mit einem Textverarbeitungsprogramm eine Projektdokumentation erstellt. Je nach Schulstufe enthielt diese viele bunte Fotos oder immer mehr Sachinformationen und komplexere Datenauswertungen. Die Unterstufenklassen konnten somit projektintegrativ digitale Grundkompetenzen erlernen und festigen. In der Oberstufe bot das Projekt neben der Vertiefung von Unterrichtsthemen auch eine gute Vorbereitung auf die Arbeitsweise zur Erstellung einer vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA).
Allen Klassen gemeinsam war jedoch, dass ihnen die Kombination aus praktischer Versuchsdurchführung, Freilandarbeit, Theorie und dem Einsatz digitaler Technik auch Spaß gemacht hat (vgl. auch Jahresbericht 2018/19).

Text: Johanna Leichter, Ilka Prowatke
Fotos: Ilka Prowatke
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 11. September 2019 um 17:05 Uhr