Projekt zur Luftqualitätsmessung mit den 7. Klassen
Im Rahmen eines Projektes im Lehramts-Masterstudium unserer ehemaligen Schülerin Sabine Aichholzer wurde dieses Halbjahr zwischen Oktober und Dezember die Luftqualität an der Schule unter die Lupe genommen.
Mit Hilfe der sogenannten senseBox entwarfen die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen das Luftgüteprojekt, gemeinsam mit Lehramtspraktikantin Sabine Aichholzer, im Biologie-/Chemieunterricht von Prof. Ilka Prowatke. Dafür mussten die entsprechenden Umweltsensoren ausgewählt werden – in diesem Fall jene zur Messung von Temperatur, Lichtstärke, Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt. Anschließend programmierten die Schülerinnen und Schüler den Mikrocontroller in der grafischen Programmierumgebung Blockly per Drag&Drop und bauten die senseBox zusammen. Nachdem ein Versuchsprotokoll entworfen wurde, konnten die ersten Messwerte gesammelt werden.
Das Ziel dieses Projekts war es, die Luftqualität in verschiedenen Räumen und zu unterschiedlichen Zeiten zu messen, um zu untersuchen, welche Faktoren die Luftqualität im Klassenraum beeinflussen und wie sich die allgemeine Luftqualität im Laufe eines Schultages verändert. Dazu wurde nicht nur am Franziskanergymnasium in Hall geforscht, sondern auch am Franziskanergymnasium in Bozen, wo die Schülerinnen und Schüler der 7a-Klasse den Unterricht begleiteten. Über 20 Stunden lang wurde die senseBox, welche die gemessenen Werte via Display anzeigt, verwendet, um Daten in verschiedenen Schulräumen zu sammeln, die in einer Excel-Tabelle zusammengetragen und grafisch dargestellt wurden. Schlussendlich wurden die Ergebnisse von den Schülerinnen und Schülern auf der Bildungsmesse Interpädagogica in Wien präsentiert. Der letzte Ort der Messungen war die Interpädagogica selbst, auf welcher die Schülerinnen und Schüler der 7b-Klasse sogar während der Präsentation der bereits gesammelten Messwerte die senseBox auspackten, um die Luftqualität vor Ort zu untersuchen.
Den Abschluss des gesamten Projekts bildete der 15. Dezember, an welchem die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse analysieren und interpretieren konnten. Dabei konnte festgestellt werden, dass das Lüften im Schulalltag essenziell ist. Auch im Winter! Denn bereits nach zwei Minuten geöffnetem Fenster kann man eine drastische Verbesserung der Luftqualität im Klassenraum erkennen, was jedoch spätestens nach 20 Minuten wiederholt werden muss. Diese Messungen stimmen auch mit einem Fragebogen zur Wahrnehmung der Luftqualität im Klassenraum überein, an dem Schülerinnen/Schüler und Lehrpersonen teilgenommen hatten.
Auch wenn man mit der senseBox ab und an über ein paar Hürden stolperte, waren die Messungen erfolgreich und die Ergebnisse aussagekräftig.
Text: Sabine Aichholzer, Lehramtskandidatin
Fotos: Prof. Dr. Ilka Prowatke
