Auszeichnung für Abschließende Arbeit (ABA)

von Öff. Gymnasium der Franziskaner Hall in Tirol
03. Oktober 2026

Die Universität Innsbruck und die Gemeinnützige Privatstiftung Kaiserschild vergeben jährlich gemeinsam die Dr. Hans Riegel-Fachpreise. Die Kaiserschild-Stiftung wurde 2007 von Dr. Hans Riegel, Miteigentümer des Unternehmens HARIBO, gegründet. Ziel der Stiftung ist es, das Interesse von jungen Menschen für naturwissenschaftliche und technische Disziplinen zu wecken, ihre Talente zu fördern und ihren Bildungsweg zu begleiten. Prämiert werden die jeweils drei besten eingereichten schriftlichen Abschließenden Arbeiten (ABA) aus naturwissenschaftlichen Fächern der 8. Klassen aus Tirol und Vorarlberg.

In diesem Jahr konnte Adrian Hermann, Absolvent der 8B-Klasse des vergangenen Schuljahres, einen der begehrten Preise gewinnen. Eine Jury der Universität Innsbruck wählte Adrians Arbeit mit dem Titel „Analyse der Funktionsweise des Mechanismus von Antikythera anhand eines Nachbaus“ unter die drei besten Arbeiten im Fach Physik. Bei der feierlichen Siegerehrung am 11. September 2026 wurde dem Preisträger in die Aula der Universität Innsbruck der dritte Platz verliehen. Damit ist er auch eingeladen, an den weiterführenden Aktivitäten und Fortbildungen der Kaiserschild-Stiftung teilzunehmen.

In seiner abschließenden Arbeit widmet sich Adrian dem Mechanismus von Antikythera, einem faszinierenden astronomischen Gerät aus der Antike, mit dem sich die Positionen von Sonne und Mond und damit sogar Sonnenfinsternisse vorhersagen ließen. Zunächst beleuchtet er die Geschichte des Fundes, seine archäologische Erforschung sowie die Herausforderungen bei der Entschlüsselung und Rekonstruktion des Mechanismus. 

Der komplexe Aufbau des Geräts machte die Analyse der zahlreichen Zahnräder zu einer besonderen Herausforderung. Adrian setzte sich intensiv mit den astronomischen Grundlagen und der komplexen Beziehung zwischen Erd- und Mondumlaufbahn auseinander, bevor er sich an die praktische Umsetzung wagte. Ausgehend von mathematischen Überlegungen zu den Zahnradübersetzungen entwickelte und fertigte er in zahlreichen Arbeitsschritten einen funktionierenden Teil des antiken Mechanismus. Dabei kamen auch moderne Fertigungstechnologien wie 3D-Druck und CNC-Fräsen zum Einsatz.

Die Jury beeindruckte besonders der interdisziplinäre Zugang dieser Arbeit, die neben Physik auch die Fachgebiete Geschichte, Mathematik und Astronomie, sowie praktische, technische Fertigkeiten beinhaltet. Damit zeigte Adrian auch eindrucksvoll, welche naturwissenschaftlichen und technischen Kompetenzen er sich an unserer Schule im ORG-Zweig und darüber hinaus angeeignet hat. 

Wir gratulieren Adrian herzlich zu dieser großartigen Auszeichnung und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute!

 

Text: Prof. Andreas Zangerl, Br. Pascal Hollaus

Fotos: Universität Innsbruck