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Somewhere over the rainbow… - Am Ende des Schuljahres 2018/19 verbrachte die 3c zwei Tage im Ötztal.

Vom 26. bis 27. Juni 2019 waren für die Klasse 3c Gletschererlebnistage im Ötztal geplant. Doch welche Enttäuschung! Um die gebuchte Vernagt-Hütte lag noch eine geschlossene Schneedecke, sodass die Exkursion abgesagt werden musste. Zum Glück konnte uns der Naturpark Ötztal kurzfristig eine Tour zur Schweinfurter Hütte (2028m) organisieren und das absolut schneefrei!
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fuhr die Klasse 3c mit ihren Lehrerinnen Ilka Prowatke und Ingrid Lechner bis nach Umhausen (1036m). Dort bot der größte Wasserfall Tirols, der Stuibenfall (159m), dank seines Wasserreichtums einen grandiosen Anblick. Statt des Gletschererlebnisses gab es nun Wassererlebnis pur. Die Mutigsten ließen sich von der Gischt erfrischen – im Wind auf einer gut gesicherten Plattform, unter der sich ein Regenbogen zeigte. Nach einer kurzen Jause forderte Naturführer Gerhard die Klasse heraus: Wer den ersten Tannenzapfen bringt, bekommt eine Tüte Süßigkeiten. Sofort stürmten alle los. Ein unmögliches Unterfangen, da die Zapfen von Tannen nicht als Ganzes auf den Boden fallen. Die Süßigkeiten gab es trotzdem. Weiter ging es dann durch Wiesen und Wälder und mit Erstaunen stellten wir fest, dass nicht nur Kühe und Schafe auf den Almen grasten, sondern auch Alpakas. Auch „Wildtieren“ begegneten wir, zum Beispiel etlichen Gartenlaubkäfern. Diese sehen aus wie kleine Maikäfer und fliegen gemütlich durch die Gegend, um sich dann auf Laub und Gras niederzulassen. Wenn sich nun aber auf dem Gras bereits eine Schulklasse niedergelassen hat, dann kann es vorkommen, dass sich auch einige auf den Schülerinnen und Schülern niederlassen. Und so erlebten diese friedlichen Tiere bald wild durch die Gegend springende Menschen. Naturerlebnistage für die Menschen = Menschenerlebnistage für die Natur. Nach der Erkundung eines Ameisenhaufens und der Erfrischung an klaren Bergbächen ging es dann durch Almen das letzte Stück zur Schweinfurter Hütte hinauf. Dort wurden die Zimmer bezogen und es gab ein leckeres Drei-Gänge-Menü. Das lieferte neue Energie, und so sprangen die Schülerinnen und Schüler als Räuber und Gendarm schneller über die Almwiesen als deren übliche Bewohner, bis es dunkel wurde und sich Ruhe über die Bergwelt legte.
Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück gemütlich zurück. Unterwegs besuchten wir die idyllische Jausenstation Wiesle. Im Tal angekommen begrüßte und verabschiedete uns Patrizia Plattner vom Naturpark sogar noch persönlich. Wie schön, dass die Naturerlebnistage stattfinden konnten.

Text und Fotos: Ilka Prowatke
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 11. September 2019 um 17:08 Uhr